Fragen an die Zeit

Im Rahmen einer exklusiven Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Maler Max Frintrop präsentiert die Glashütter Uhrenmanufaktur Moritz Grossmann die auf 16 Unikate limitierte ART EDITION Max Frintrop. Se...

Im Rahmen einer exklusiven Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Maler Max Frintrop präsentiert die Glashütter Uhrenmanufaktur Moritz Grossmann die auf 16 Unikate limitierte ART EDITION Max Frintrop.

Seit 2008 fertigt die Manufaktur Moritz Grossmann aus Glashütte feinste Uhren mit innovativen Details auf höchstem Niveau. Gemeinsam mit dem deutschen Maler Max Frintrop steht nun die Präsentation eines spektakulären Sondermodells in streng limitierter Auflage an. Die Zifferblätter der 16 Unikate der ART EDITION Max Frintrop bestehen aus Ausschnitten der ebenso geheimnisvollen wie atemberaubend schönen obersten Schicht des Atelierfußbodens von Max Frintrop – über Jahre überlagerten sich hier in der künstlerischen Praxis hochpigmentierte Lasuren von Farbpartikeln zu einzigartigen Schichtungen, die an geologische Oberflächen erinnern.

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Vom Augenblick zur Ewigkeit

Seit den Anfängen der Malerei, ersichtlich bereits an ersten Höhlenmalereien aus frühesten Zeiten, strebte der Mensch danach, einen Augenblick im Leben mit Hilfe von Farbe für die Ewigkeit festzuhalten. Ein schier unauflösbares Paradoxon, den Moment unvergänglich zu machen. Diese Möglichkeit jedoch ist es, die den deutschen Künstler Max Frintrop in seiner Arbeit antreibt. 

Max Frintrop studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Albert Oehlen und gehört zu einer neuen Generation von Malern, die sich der abstrakten Malerei verschrieben haben. Sein Medium sind riesige Leinwände, die den Betrachter in ihren Bann ziehen. Geboren 1982 in Oberhausen, lebt und arbeitet der Künstler in Düsseldorf.

Der Maler widmet sich bei seiner Arbeit grundsätzlichen Fragen, etwa nach der Ordnung im Chaos, der Sichtbarwerdung der Farbe durch Licht und danach, wie man einen soeben vergangenen Moment in einem Werk messen oder festhalten kann. Was ist ein Augenblick, was ein Moment? Was ist Zeit, was ist Vergänglichkeit? Es sind im Prinzip Themen, mit denen sich auch die Uhrenmanufaktur Moritz Grossmann seit ihrer Gründung im Jahr 2008 in der Uhrenstadt Glashütte beschäftigt.

Christine Hutter, Geschäftsführerin von Moritz Grossmann, sieht in einem mechanischen Uhrwerk eine Metapher zu solch großen Fragen: „Der zentrale Baustein in der Uhr ist die „Unruh“. In ihr wird die in der Uhr gespeicherte Energie in den perfekten Herzschlag der Sekunde übersetzt. Eigentlich ist das ein schon fast als philosophisch zu bezeichnender Beweis, dass eine Uhr eben nicht bloß ein Zeitmesser ist, sondern sie uns stets auch daran erinnert, dass unsere Vorstellung von Zeit sowohl vergänglich wie auch unendlich ist.“

Das Jahr 2025 markiert die erste Zusammenarbeit von Moritz Grossmann mit einem bildenden zeitgenössischen Künstler. Für beide Seiten überraschend war die Erkenntnis, dass am gleichen Thema gearbeitet und geforscht wird. Eine faszinierende Erfahrung, wenn man in zwei so auf den ersten Blick fernen Disziplinen wie der Uhrenfeinmechanik und der Malerei feststellt, dass man an den gleichen Fragen interessiert ist.

Dazu sagt Max Frintrop: „In der Malerei wird Zeit fixiert, so dass ein Moment tatsächlich authentisch in der Zeit bewahrt werden kann – er bleibt für die Zukunft erlebbar. So wird die Zeit beim Malen zu einem Arbeitsmaterial.“

Die ART EDITION Max Frintrop

In der künstlerischen Praxis, beim Malen von Bildern, insbesondere aber bei den Splashings von Max Frintrop, fallen ungebremst und unberechenbar Farbtropfen auf den Atelierfußboden. Sie bleiben dort, wo sie zufällig zu Boden gingen, haften und trocknen, während am Bild weiter gemalt wird. Über die Jahre legen sich auf diese Weise zahllose Lasuren hochpigmentierter Farben übereinander und ergeben ein ungeplantes abstraktes Bild – sie werden zu geographischen Schichtungen, zu Material für die Archäologen der modernen Zeit.

Blickt man genauer – gewissermaßen wie durch ein Mikroskop – auf das Gefüge der Oberflächenausschnitte, aus denen 16 Zifferblätter gefertigt wurden, glaubt man die Strukturen, Fraktale und Narrative des für uns Menschen als unendlich erscheinenden Universums zu erkennen. Eine Wirkung, die der Träger an seinem Handgelenk erleben kann.

Diese Wirkung geht mit höchsten handwerklichen Standards einher, auf die man bei Moritz Grossmann Wert legt. Dieser Anspruch ist die Basis für die Exzellenz, die es braucht, um abstrakte Ideen und anspruchsvolle Gedankengänge in handgefertigte Uhren zu übersetzen und diese somit zu materialisieren.

Die besondere Herausforderung bei der ART EDITION Max Frintrop bestand darin, über die Jahre gewachsenen Farbschichten so präzise abzutragen, dass nur die obersten Zehntel-Millimeter der sich überdeckenden Farblasuren konserviert werden.

Die handwerkliche Bearbeitung der Zifferblätter erfordert außerordentliche Sorgfalt: Die Farbschichten mussten nicht nur vom Boden abgelöst, sondern anschließend die Unterseite auch so plan bearbeitet werden, dass sie auf das Grund-Zifferblatt aufgesetzt werden konnte. Jedes Zifferblatt ist unterschiedlich und ein Unikat.

Max Frintrop: „Die Oberfläche des Fußbodens ist durch den Medientransfer – im Zifferblatt wurde er wie von Zauberhand auf eine Dicke von einem halben Millimeter verringert, und trotzdem sieht die Oberfläche der eingetrockneten Pigmente aus wie eine mit Kratern übersäte Mondoberfläche – zu einem Symbol der Vergänglichkeit und zugleich des Überdauerns geworden. Das ist die Materialisierung metaphysischer Fragen, über die wir auch in der Kunst viel nachdenken.“

Christine Hutter: „Mich hat von Beginn der Zusammenarbeit an der Aspekt der Veredelung von etwas vermeintlich Profanem fasziniert: Dass ein Atelierfußboden, auf dem gearbeitet und gelaufen wird, sich durch den Transfer zum Zifferblatt in ein höchst wertvolles Objekt verwandelt. Da findet eine Metamorphose ins Lyrische, in die Vergeistigung statt.“

Uhrmacherkunst aus Glashütte: das Kaliber 100.1

In der ART EDITION Max Frintrop arbeitet das Kaliber 100.1, ein Pfeilerwerk mit Komponenten aus naturbelassenem Neusilber mit hochwertiger Finissage. Die charakteristische 2/3-Platine mit breitem, waagerechtem Streifenschliff ist mit einer Handgravur signiert. Sie hat einen bogenförmigen Ausschnitt und macht damit die unverkennbare Grossmann’sche Unruh sichtbar, gehalten von einem gestuften, handgravierten Unruhkloben mit der typischen Feinregulierschraube. Jede Uhr ist auf dem Gehäuseboden mit der Gravur Unique Piece versehen.

Exklusive Sonderedition

Die EMAIL Römisch Vintage zum 16. Manufakturgeburtstag hat ein Gehäuse in Weißgold, das an einem schwarzen Alligatorlederband getragen wird. Das Sondermodell ist auf acht Stück limitiert.

Auf dem Glasboden ist die Unterschrift des Künstlers Max Frintrop in Form einer Gravur dezent aufgebracht.

Die Uhren sind ab sofort in der Moritz Grossmann Online Boutique erhältlich.

Über den Maler Max Frintrop

Max Frintrop studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Albert Oehlen und gehört zu einer neuen Generation an Malern, die sich dem abstrakten Expressionismus verschrieben haben. Seine Malerei, die zwar tief in dieser Tradition verwurzelt ist, erschafft damit jedoch eine eigenständige Weiterentwicklung der Abstraktion, die sich zwischen surrealen Anklängen und konkreten Formfindungen entfaltet. Frintrops Werke loten dabei eine Spannung aus, die ebenso an organisch-fließende Strukturen wie an präzise gesetzte Linien und Farbfelder denken lässt – ein schwebender Dialog zwischen Intuition und Kalkül. Sein Medium sind riesige Leinwände, die den Betrachter in ihren Bann ziehen.

Geboren 1982 in Oberhausen, lebt und arbeitet der Künstler in Düsseldorf.

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