Moritz Grossmann zum 200. Geburtstag
TEFNUT 36 Anreibeversilbert Türkisblau: Die neue Sonderedition zum Jubiläum verbindet auf dem Zifferblatt traditionelle Handwerkskunst mit moderner Farbe
Der 200. Geburtstag von Moritz Grossmann ist für die Manufaktur aus Glashütte Anlass für eine Serie außergewöhnlicher Uhren. Nun wird die Reihe der Sondereditionen mit der TEFNUT 36 Anreibeversilbert Türkisblau fortgesetzt. Das Zifferblatt der auf 12 Exemplare limitierten Uhr ist in der traditionellen Kunst der Anreibeversilberung veredelt und faszinierte mit einem schmeichelnden Blauton, der dem klassischen Design einen modernen Aspekt verleiht.
Die Verbindung aus traditioneller Handwerkskunst und zeitgemäßer Gesinnung ist ganz im Sinne von Moritz Grossmann selbst. Der Gründer und Namensgeber der Manufaktur, der vor genau 200 Jahren geboren wurde, war ein genialer Uhrmacher sowie ambitionierter Wissenschaftler, profunder Autor, Initiator der Deutschen Uhrmacherschule in Glashütte und eine beeindruckende Persönlichkeit. Zudem war Moritz Grossmann den technischen Möglichkeiten seiner Zeit aufgeschlossen und stets an Fortschritt und Innovation interessiert.
Die Manufaktur Moritz Grossmann führt dies heute in Glashütte fort und stellt in den Sondereditionen zum Jubiläum das außergewöhnliche Können zur Schau, das in den eigenen Ateliers gepflegt wird.
Bei der neuen TEFNUT 36 Anreibeversilbert Türkisblau ist es die Kunst der Zifferblattbearbeitung, die auf das Schönste zur Geltung kommt.
Das Zifferblatt: Blau – ins beste Licht gesetzt
Das Zifferblatt der limitierten TEFNUT 36 Anreibeversilbert Türkisblau ist mit der Technik der Anreibeversilberung bearbeitet, die auch als Kornversilberung bezeichnet wird. Durch diese erhält die Oberfläche eine samtige und matte Struktur mit faszinierender optischer Tiefe. Die Anreibeversilberung ist eine überlieferte Technik aus dem 19. Jahrhundert, die in den Ateliers von
Moritz Grossmann wieder zum Leben erweckt wurde.
Das Verfahren erfolgt von Hand in zahlreichen Arbeitsschritten: Mit einer kleinen Bürste werden verschiedene Pulver und Flüssigkeiten – Silberpulver, Salz, Weinstein und Wasser – aufgerieben und eingearbeitet. Wieder und wieder wird die kleine Bürste abwechselnd in die verschiedenen Grundstoffe getupft und über das Zifferblatt geführt. So lange, bis die Oberfläche eine feine und perfekte Körnung und einen schönen Silberton angenommen hat. Jeder einzelne der Arbeitsschritte muss mit viel Fingerspitzengefühl erfolgen. Es bedarf zugleich großer Erfahrung, um nicht zu viel und nicht zu wenig zu machen. Daher beherrschen nur wenige Fachleute die traditionelle Technik.
Perfektioniert wird die Oberfläche durch einen behutsamen finalen Schliff und für die TEFNUT 36 Anreibeversilbert Türkisblau auch mit Farbe – ein grün überhauchtes Blau, das dank der Struktur der Anreibeversilberung aus verschiedenen Perspektiven immer wieder anders erscheint.
Das Zusammenspiel von Licht und Schatten, Glanz und Mattierung erzeugt einen einzigartigen Effekt, der zur unvergleichlichen Ausstrahlung der
TEFNUT 36 Anreibeversilbert Türkisblau beiträgt.
Das Gesicht der Uhr
Betont wird die Oberfläche des Zifferblatts durch den Kontrast mit der Typographie: Die römisch gravierten Zahlen sind mit blauem Lack ausgelegt, während das historische Logo „M. Grossmann“ aus dem Jahr 1875, die Minuterie, die Sekundenteilung sowie die Inschrift „Made in Germany“ in Schwarz gehalten sind. Die Lacke wurden bereits vor der Anreibeversilberung aufgebracht und im Ofen gebrannt. Damit die Farben bei der Weiterbearbeitung keinen Schaden nehmen, werden sie mit einem Schutzlack versehen.
Die feine Typographie harmoniert mit den blau angelassenen Zeigern – auch diese sind eine Spezialität der Manufaktur. Denn die Zeiger werden in zahlreichen Arbeitsschritten im eigenen Haus gefertigt. Von Hand erhalten sie sanft gerundete Linien, eine Hauchfeine Spitze und schließlich die Blaufärbung durch das traditionelle Anlassen.
Das Gehäuse: ein Format für jedes Handgelenk
Die neue TEFNUT 36 Anreibeversilbert Türkisblau hat einen Durchmesser von 36 Millimetern, was sie zum passenden Begleiter für jedes Handgelenk macht. Das Gehäuse ist in einem ausdrucksstarken Edelstahl gefertigt und hat eine klassische, schlanke Silhouette.
Die flache Ausführung erhöht den Tragekomfort und sorgt für eine elegante Ausstrahlung. Charakteristische Details sind die mit Querrille versehene Krone, die schlanken Anstoßhörner und ein Band aus handgenähtem grauen Kuduleder.
Das Handaufzugskaliber 102.1: Mechanik in vollendeter Ästhetik
Im Inneren der TEFNUT 36 Anreibeversilbert Türkisblau arbeitet das bewährte Kaliber 102.1, das mit seiner Höhe von nur 3,45mm Millimetern und dem Durchmesser von 26 Millimetern die Eleganz des Gehäuses ermöglich.
Die wohldurchdachte Architektur des Uhrwerks weist all die typischen Besonderheiten eines Grossmann-Kalibers auf: Das Handaufzugswerk ist als klassisches Pfeilerwerk mit einer Drei-Fünftel-Platine ausgeführt. Ebenfalls charakteristisch sind ein gestufter Unruhkloben mit Grossmann’scher Regulierschraube und erhabene Chatons.
Nicht nur die Konstruktion, sondern auch das überaus anspruchsvolle Finish sind typisch für die Glashütter Uhrenmanufaktur: Die Räderbrücke trägt den unverkennbaren Glashütter Streifenschliff mit einer Inschrift, die von Hand gestochenen wurde. Der Unruhkloben ist ebenfalls von Hand mit einem feinen, floralen Muster graviert und trägt anlässlich des Jubiläums die Sondergravur 1826.
Die Linie TEFNUT
Die Linie TEFNUT ist Teil der Kollektion Classic von Moritz Grossmann.
Sie umfasst verschiedene Varianten der TEFNUT, darunter ein weiteres Sondermodell zum 200. Geburtstag von Moritz Grossmann, die TEFNUT Anreibeversilbert.
Moritz Grossmann:
Moritz Grossmann, geboren 1826 in Dresden, galt als Visionär unter den großen deutschen Horologen. Sein Freund, Ferdinand Adolph Lange, überzeugte den hoch talentierten jungen Uhrmacher, 1854 eine eigene mechanische Werkstatt in Glashütte zu gründen. Neben dem Aufbau eines angesehenen Uhrenbetriebes engagierte sich Grossmann politisch und sozial, im Jahr 1878 gründete er die Deutsche Uhrmacherschule. Moritz Grossmann starb 1885 unerwartet, seine Uhrenmanufaktur wurde aufgelöst.
Der Geist von Moritz Grossmanns traditioneller Uhrmacherei lebt seit dem Jahr 2008 wieder auf, denn die gelernte Uhrmacherin Christine Hutter entdeckte die alte Glashütter Uhrenmarke „Moritz Grossmann“ und ließ sie schützen. Sie entwickelte Konzepte und war beseelt von der Vision, nach gut 120 Jahren Grossmanns Erbe mit einer besonders feinen Armbanduhr anzutreten. Sie überzeugte private Uhrenliebhaber, sie bei der Verwirklichung ihres Traums zu unterstützen. Am 11. November 2008 gründete sie die Grossmann Uhren GmbH in Glashütte.
Die Grossmann’schen Uhrmacher wahren heute die Tradition, ohne historische Stücke zu kopieren. Mit Innovation, höchstem handwerklichen Geschick, mit traditionellen, aber auch modernen Fertigungsmethoden sowie edlen Materialien zelebrieren sie mit ihren Uhren „Schönstes deutsches Handwerk“.