Geschichte

BIOGRAFIE

Moritz Grossmann

Moritz Grossmann

Carl Moritz Grossmann wird am 27. März 1826 als Sohn eines Briefsortierers in Dresden geboren. Nach der Schule besucht er dort zwei Jahre lang die Technische Bildungsanstalt. Moritz Grossmann ist fasziniert von der Technik und dem Detailreichtum von Uhren. Auf der Suche nach neuen Methoden begibt er sich 1846 auf Wanderschaft, um das Uhrenwissen der Welt zu sammeln. Nach Aufenthalten in Hamburg und München zieht es ihn in die Schweizer Uhrenmetropole La Chaux-de-Fonds. Nach weiteren Stationen in England, Frankreich, Dänemark und Schweden kehrt er 1854 zurück. Hier, in seiner Heimat, erfüllt er sich seinen Traum und gründet ein eigenes Atelier. Moritz Grossmann, der auch als preisgekrönter Fachschriftsteller hohe Anerkennung genießt, baut nun Taschenuhren, Pendeluhren und Präzisionsmessinstrumente – vom innovativen Detail bis zum kompletten Uhrwerk. Aber Glashütte ist für Moritz Grossmann mehr als nur die Wiege der deutschen Uhrmacherkunst. Er engagiert sich in verschiedenen Vereinen und unterstützt regionale Projekte. Von 1866 bis 1878 sorgt er auch als Ratsherr für das Wohl der Stadt Glashütte, später als Abgeordneter des königlich-sächsischen Landtags. Über seine Fachschriftstellerei hinaus will er sein Wissen weitergeben und initiiert 1878 die Gründung der Deutschen Uhrmacherschule und legt das Lehrkonzept fest. Die Uhrmacherkunst zieht sich durch sein Leben und ist die große Passion Moritz Grossmanns. Am 23. Januar 1885 verstirbt er unmittelbar nach einem Vortrag über „Die Einführung der Weltzeit“. Daraufhin wird sein Atelier aufgelöst.