KALIBER 107.0


UHRWERK IM SPIEGEL.<br />
<br />

UHRWERK IM SPIEGEL.

Neuheit 2018

Für das Kaliber 107.0 wurde die Rückseite des Kalibers 100.1 als spiegelbildliche Konstruktion auf die Vorderseite verlagert. In Kombination mit einem stark reduzierten Zifferblatt können so die kunstvollen Besonderheiten des Kalibers prominent präsentiert werden. Die Grossmann’sche Unruh, der handgravierte Unruhkloben, das polierte Kronrad, das im dreifach gestuften Sonnenschliff ausgeführte Sperrrad, die Wechselradbrücke und das eindrucksvoll finissierte Zeigerwerk sind außergewöhnlich gut zu sehen. In der gespiegelten Werkanordnung muss für die korrekte Zeitanzeige ein Drehrichtungswechsel im Federhaus und Laufwerk erfolgen. Dafür wurde das Kaliber völlig neu entwickelt. Das Pfeilerwerk erhält zifferblattseitig die für Glashütter Uhren typische 2/3-Platine, rückseitig eine massive Räderbrücke. Durch den Tausch von Vorder- und Rückseite kann in diesem Kaliber erstmalig der Mechanismus für Handaufzug und Zeigerstellung gut sichtbar platziert werden.


DIE BESONDERHEITEN DER UHRWERKSPIEGELUNG

DIE BESONDERHEITEN DER UHRWERKSPIEGELUNG

Mit einigen konstruktiven Kunstgriffen wurde das Kaliber 107.0 als optisches Spiegelbild des Kalibers 100.1 umgesetzt. Um die gewünschte Präsenz der Aufzugsräder auf der Zifferblattseite zu ermöglichen, wurde das Zeigerwerk neu arrangiert. Die kunstvoll finissierten Zeigerwerksräder sind unter einer filigran polierten Wechselradbrücke gelagert. Da der Zeigerstellmechanismus hier auf der gegenüberliegenden Seite des Uhrwerkes liegt, wird das Zeigerstellrad komplett durch das Kaliber geführt. Durch die neue Anordnung entstand Raum für die optimierte Federhauslagerung und das ebenfalls auf die Vorderseite verlegte Sperrrad.

DER HANDAUFZUG MIT DRÜCKER UND SEKUNDENSTOPP

DER HANDAUFZUG MIT DRÜCKER UND SEKUNDENSTOPP

Auf der neuen Uhrwerkrückseite ist der Aufzugs- und Zeigerstellmechanismus explizit offen in die Räderbrücke integriert und damit erstmals in seiner vollständigen Funktionsweise zu beobachten. Nahezu alle seine Teile sind gespiegelt konstruiert, um ihre Funktion auch bei umgekehrter Einbaulage aber unveränderter Position des Drückers zu ermöglichen. Eine neue Lösung ist auch bei dem Sekunden- beziehungsweise Unruhstopp zu entdecken. In der Zeigerstellung wird am Kupplungshebel die Brems-Position abgegriffen

Die Goldchatons

Die Goldchatons

Die Lagersteine – weiße Saphire – sind in hervorstehenden Goldchatons eingefasst. Gemeinsam mit den aufgesetzten, einzeln von Hand angelassenen Stahlschrauben überragen sie die Platinenoberfläche. Damit orientiert man sich am Vorbild alter Grossmann-Taschenuhren und erreicht, dass die Lagersteine einzeln entnommen und gereinigt werden können, ohne die Platine bei der Montage zu beschädigen.

Die Handgravur

Die Handgravur

Alle Gravuren auf der 2/3-Platine, wie auch die Gravur auf dem Ankerradkloben und dem Unruhkloben werden von Hand gestochen.

Technische Daten

  • Uhrwerk Manufakturkaliber 107.0, Handaufzug, in fünf Lagen reguliert
  • Einzelteile 230
  • Steine 24 Steine, davon 7 in verschraubten Goldchatons
  • Hemmung Ankerhemmung
  • Schwingsystem Stoßgesichert gelagerte Grossmann’sche Unruh mit 4 Masse- und 2 Regulierschrauben, Nivarox 1-Spirale mit 80er Breguet-Endkurve nach Gustav Gerstenberger.
  • Unruhdurchmesser 14,2 mm, Unruhfrequenz 18.000 Halbschwingungen pro Stunde
  • Gangreserve 42 Stunden nach Vollaufzug
  • Funktionen Stunde, Minute und kleine Sekunde mit Sekundenstopp, Grossmann’scher Handaufzug mit Drücker.
  • Werkmaße Durchmesser: 36,4 mm, Höhe: 5,0 mm
  • Besonderheiten Rückerregulierung mit Grossmann´scher Regulierschraube / Platinenwerk mit zifferblattseitiger 2/3-Platine, Gestellpfeilern und separat herausnehmbarem Kupplungsaufzug / sichtbarer Zeigerstellmechanismus auf der Werkrückseite / Gestellteile aus naturbelassenem Neusilber / Grossmann‘scher Aufzugsmechanismus mit Drücker und Sekundenstopp / hervorstehende Goldchatons mit aufgesetzten Schrauben / weiterentwickeltes Glashütter Gesperr mit Rücklauf / beidseitig in Steinen gelagertes Federhaus zur Optimierung des Energiehaushalts beim Ablauf der Uhr / ARCAP-Räderwerk / eigens entwickelte Hemmung mit 18-zähnigem Ankerrad / Unruhkloben und Kronrad, Aufzugszwischenrad und Sperrrad mit Gesperr auf der modfizierten Federhauslagerung mit Goldchaton im Sperrrad / Zeigerwerksräder geschenkelt und angliert unter polierter Brücke