KALIBER 103.0

Die Krönung der Manufaktur.

Die Krönung der Manufaktur.

Zeit, die sich mehr als präzise, nämlich haargenau einstellen lässt. Mehr zur BENU Tourbillon und Details, die den Unterschied machen:

Das Uhrwerk

Das Uhrwerk

Das Uhrwerk Kaliber 103.0 der BENU Tourbillon offenbart eine neue Konzeption und eine Reihe überraschender Lösungen. Das für die Grossmann’schen Zeitmesser typische Pfeilerwerk aus Werkplatte und 2/3-Platine steht in der Tradition der Glashütter Taschenchronometer. Eine ausgewogene Komposition der Bauteile aus naturbelassenem Neusilber in unterschiedlicher Finissage bildet die verschiedenen Ebenen, die durch zwei Werkpfeiler und das separat herausnehmbare Aufzugsmodul in exakter Distanz verbunden sind. Die feinen Gravuren werden ausschließlich von Hand ausgeführt.

Das Grossmann’sche Drei-Minuten-Tourbillon mit Sekundenstopp

Das Grossmann’sche Drei-Minuten-Tourbillon mit Sekundenstopp

Die BENU Tourbillon geht zurück auf die Gedanken des berühmten Glashütter Uhrmachermeisters Alfred Helwig, der 1920 das fliegende Tourbillon entwickelte. Seit 1911 wirkte Alfred Helwig in seiner eigenen Werkstatt und parallel als Lehrmeister an der Glashütter Uhrmacherschule, die er zuvor selbst besuchte. Sein Standardwerk „Drehganguhren“ inspiriert auch 2013 bei der Konzeption des Grossmann’schen Drei-Minuten-Tourbillons.

In der BENU Tourbillon ist der Käfig auf einem gestuften, handgravierten Neusilberkloben fliegend gelagert. Seine Konstruktion ist vollkommen neu erdacht und führt zu einer funktional reduzierten Ästhetik. Das filigran gearbeitete Käfigoberteil bildet eine v-förmige Unruhbrücke, die als signifikantes Merkmal zum Geschmacksmuster angemeldet ist. Die Spirale ist unter der charakteristischen Grossmann’schen Unruh angeordnet. Der kundige Blick fällt somit unmittelbar auf das Herz der BENU Tourbillon.

Der Tourbillonkäfig

Der Tourbillonkäfig

Die Konstruktion der Grossmann’schen Unruh erlaubt, das Trägheitsmoment bei handwerklicher Fertigung in der Manufaktur optimal anzupassen sowie bei minimalem Luftwiderstand und mit kleinstmöglicher Masse eine hohe Bewegungsenergie zu erzielen. Über Masseschrauben und gleichmäßig verteilte Bohrungen im Unruhreif kann die Masse variiert und die Unruh ausgewuchtet werden. Für die BENU Tourbillon wurden die Größe der Unruh und des Tourbillonkäfigs durch ausgefeilte räumliche Anordnung optimiert. Die Nivarox 1-Spirale, deren Endkurve nach Berechnungen des Glashütter Regleurs Gustav Gerstenberger aufgebogen ist, wird unter der Unruh angebracht, sodass die Bewegungen von Unruh und Tourbillonkäfig ungestört betrachtet werden können.

Der Sekundenstopp

Der Sekundenstopp

Im Verständnis der Grossmann’schen Uhrmacher erfordert die Präzision eines Tourbillons auch einen Sekundenstopp. Die aufwändige Ausführung des Käfigs mit nur zwei dreikantigen Pfeilern ebnet den Weg für diese weitere Komplikation. Zum störungsfreien Anhalten der Unruh soll sich die Stoppeinrichtung an den dreikantigen Gestellpfeilern vorbei bewegen. Ein elastischer Pinsel aus menschlichem Haar löst diese Aufgabe schonend und zuverlässig. Diese zum Patent angemeldete Stopplösung ermöglicht das präzise Einstellen der Zeit und belegt die Meisterhaftigkeit der BENU Tourbillon (diese Patentanmeldung wird unterstützt durch SIGNO, eine Förderinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie).

Die Hemmung

Die Hemmung

Der Anker wird aus zwei Teilen gefertigt: einer dünnen Ankergabel mit Sicherheitsmesser nach dem Vorbild der Glashütter Taschenuhren und dem Ankerkörper mit den sichtbaren Saphir-Paletten. Der Weg des Ankers wird über einen Stift an der Verlängerung der Ankergabel begrenzt und somit die Schwerpunktlage des Ankers wesentlich verbessert.

Die Federhauslagerung

Die Federhauslagerung

Für das Federhaus wurde eine äußerst selten verwendete, optimierte Lagerung gewählt. Durch die zweiseitige Steinlagerung mit maximalem Lagerabstand zwischen dem Sperrrad und der Werkplatte ist das Federhaus perfekt stabilisiert. Das weiterentwickelte Glashütter Gesperr sichert die Spannung der Zugfeder. Die in einem Langloch geführte Sperrklinke gestattet dem Sperrrad nach dem Vollaufzug etwas zurückzugehen und die Zugfeder leicht zu entspannen.
Ein Goldchaton mit Lagerstein dekoriert das Sperrrad und ist Kennzeichen der zweiseitigen Federhauslagerung.

In der Schnittdarstellung ist das in Stein gelagerte Federhaus mit seiner Welle gut zu erkennen.

Das Räderwerk

Das Räderwerk

Die Grossmann’schen Präzisionsuhren der Gegenwart stehen für die Heimat einer neuen Zeit über unsere Zeit hinaus. In der BENU Tourbillon soll auch das Räderwerk mit seinen hochwertigen Schliffen und Polituren weder durch Oxydation noch durch Verletzung überzogener Oberflächen an Schönheit einbüßen. Für die Laufwerksräder gewährleistet die Kupfer-Nickel-Zink-Legierung ARCAP dauerhafte Brillanz. Über dem silberfarbenen Räderwerk erhält die aus Berylliumbronze gefertigte Unruh ihren ungestörten Auftritt.

Der Bremsring aus Pockholz

Der Bremsring aus Pockholz

Durch ein zusätzliches Rad wird die Umlaufzeit des Tourbillonkäfigs auf drei Minuten verlängert und dadurch dessen Bewegungsenergie zur Schonung der Hemmung reduziert. Das Trieb für die Sekundenanzeige liegt außerhalb des Kraftflusses der Räderkette und wird mit einem geringeren Drehmoment angetrieben. Um ein Spiel von Welle und Sekundenzeiger zu vermeiden, wird das Trieb durch eine Feder konstant gebremst. Diese Funktion gestalten die Grossmann’schen Uhrmacher dauerhaft sicher und wartungsfrei, indem sie Pockholz, ein sehr ölhaltiges Holz mit dem höchsten Härtegrad „steinhart“, für den Bremsring an der Sekundenwelle einsetzen. Vorbild sind die äußerst zuverlässigen Schiffs- und Turmuhren, die der Tischler John Harrison mit seinem  Wissen über die Eigenschaften verschiedener Hölzer im 18. Jahrhundert erfolgreich konstruierte.

Der dreifach gestufte Sonnenschliff

Der dreifach gestufte Sonnenschliff

Die Aufzugsräder tragen eine polierte
Kantenbrechung in der Verzahnung,
die den Teilen die höchste Brillanz verleiht.
Das Sperrrad als größtes dieser Räder ist
zusätzlich mit einem traditionellen drei-
stufigen Sonnenschliff dekoriert und fügt
sich so harmonisch in das Gesamtbild der
breiten Streifen und der Handgravur ein.

Die Goldchatons

Die Goldchatons

Die Lagersteine – weiße Saphire – sind in
hervorstehenden Goldchatons eingefasst.
Gemeinsam mit den aufgesetzten, einzeln
von Hand angelassenen Stahlschrauben
überragen sie die Platinenoberfläche.
Damit orientiert man sich am Vorbild alter
Grossmann-Taschenuhren und erreicht, dass die Lagersteine einzeln entnommen
und gereinigt werden können, ohne die Platine
bei der Montage zu beschädigen.

Die Handgravur

Die Handgravur

Alle Gravuren auf der 2/3-Platine, wie auch die Gravur auf dem Ankerradkloben und dem Tourbillonkloben werden von Hand gestochen.

Technische Daten

  • Uhrwerk Manufakturkaliber 103.0, Handaufzug, in fünf Lagen reguliert
  • Einzelteile 245 (Laufwerk 186 / Käfig 59)
  • Steine 30 Steine, davon 4 in verschraubten Goldchatons (Laufwerk 17,
    Käfig 13)
  • Hemmung Ankerhemmung
  • Schwingsystem Grossmann’sches Drei-Minuten-Tourbillon mit Sekundenstopp;
    stoßgesichert gelagerte Grossmann’sche Unruh mit 4 Masse- und
    2 Regulierschrauben, untenliegende Nivarox 1-Spirale mit 80er Endkurve, Form nach Gustav Gerstenberger
  • Käfigdurchmesser 16,0 mm
  • Käfigdrehzahl 1 Umdrehung in drei Minuten, auf der Zifferblattseite gegen den Uhrzeigersinn
  • Unruh Durchmesser 14,2 mm, Unruhfrequenz 18.000 Halbschwingungen pro Stunde
  • Gangreserve 72 Stunden nach Vollaufzug
  • Funktionen / Besonderheiten fliegend gelagertes Drei-Minuten-Tourbillon mit verschraubtem Antriebsrad und v-förmige Unruhbrücke (zum Geschmacksmuster angemeldet)
    Zentralanzeige für Minute, dezentrale Anzeige für Stunde und Sekunde mit Sekundenstopp, Überbrückung der Skalenlücke im Minutenzifferblatt von 25 - 35 Minuten durch eine Zeigerverlängerung mit separater Skale (zum Patent angemeldet)
    Sekundenstopp am Unruhreif durch Eingreifen eines Haarpinsels (zum Patent angemeldet)
    ungleicharmige Ankerhemmung mit Gegengewicht und Anschlagstift im Anker
    Grossmann’sche Unruh mit untenliegender Spirale und Regulierung über Regulierschrauben im Unruhreif
    neu konzipierte Steinlagerung für das Federhaus
    Bremsring an der Sekundenwelle aus sehr hartem, ölhaltigem Pockholz
    Laufwerksräder aus ARCAP gefertigt
    Grossmann‘scher Handaufzug mit Drücker zur Entriegelung der Zeigerstellung und zum Start des Uhrwerkes
    modifiziertes Glashütter Gesperr mit Rücklauf
    Pfeilerwerk mit 2/3-Platine und Gestellpfeilern aus naturbelassenem Neusilber
    2/3-Platine und Tourbillonkloben handgraviert
    breiter, waagerechter Glashütter Streifenschliff, 3-fach gestufter Sonnenschliff auf dem Sperrrad
    hervorstehende Goldchatons mit aufgesetzten Schrauben
    weiße Saphire als Lagersteine
    separat herausnehmbarer Kupplungsaufzug
  • Bedienelemente Krone zum Aufziehen der Uhr und Einstellen der Uhrzeit, Drücker zum Starten der Uhr
  • Werkmaße Durchmesser: 38,4 mm, Höhe: 7,1 mm